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Sie können in dieser Praxis wählen zwischen der einfachen Vorsorgeuntersuchung und einer erweiterten, individuellen Vorsorgeleistung, die Ihnen eine größere Sicherheit bietet.
Diese Zusatzleistungen sind jedoch von Ihnen selbst zu tragen.

In Deutschland wird ein aufwendiges Programm zur Früherkennung von Veränderungen und Auffälligkeiten im Bereich der Brüste, der Scheide als auch des Muttermundes gemäß den Bestimmungen der gesetzlichen Krankenkassen durchgeführt.

Integrale Bestandteile dieses Konzeptes sind altersabhängig die Inspektion und Untersuchung beider Brüste, die vaginale Tastuntersuchung und Abstrichentnahme am Muttermund, sowie eine Testung auf „verstecktes“ (okkultes) Blut- (immonologischer Testung mittels iFobt Test) ab dem 50. Lebensjahr! Bei Auffälligkeiten erfolgt eine weitere Abklärung mittels Darmspiegelung. Sonst erfolgt ab dem 55. Lebensjahr zusätzlich eine Darmspiegelung, oder alle 2 Jahre eine Testung auf okkultes Blut im Stuhl mittels immunologischen Stuhltest.

Um frühzeitig Veränderungen am Muttermund zu erkennen, wird der so genannte „Krebsabstrich“ nach Papanicolaou (PAP- Abstrich) durchgeführt. Hierbei werden Veränderungen an dem Muttermund (Cervix) erkannt.
Falls Auffälligkeiten vorhanden sind, müssen diese nicht zwingend bösartig sein.
Manche Infektionen bedingen ebenfalls Zellveränderungen am Muttermund, die eine Kontrolle nach entsprechender Therapie (Aufhellungstherapie- lokale Östrogenisierung, Behandlung der Infektionen etc.) ermöglichen.
Oft sind nachfolgenden Abstriche dann wieder in Ordnung!
Diese kostenlose und gesetzlich zugesicherte Vorsorgeuntersuchung ist eine einfache, effektive und gute Möglichkeit, frühzeitig Veränderungen am Muttermund zu erkennen.
Bleiben jedoch gewisse auffällige bzw. verdächtige Veränderungen bestehen, müssen weitere diagnostische und ggf. auch therapeutische Schritte folgen, um diese Zellveränderungen feingeweblich genauer zu untersuchen.
Manche Bakterien, wie zum Beispiel Chlamydien oder Ureoplasmen, können aufsteigende Infektionen hervorrufen, die später zur Kinderlosigkeit durch Verklebung der Eileiter führen.
Als weiterführende Untersuchung biete ich die Testung von Viren an, von denen bekannt ist, dass sie nach längerer Einwirkung auf den Muttermund zu Zellveränderungen führen.
Diese HPV- Viren (Humane Papillomviren) werden in Hochrisiko- und Niedrigrisiko-Viren eingeteilt.
Von den über 100 Untergruppen dieser Viren mehrere krebsauslösende (onkoge) Viren bekannt.
-> HPV 6/11 und 16/18 und andere.
Seit 01.01.2008 ist die Impfung gegen Humane- Papillom- Viren (HPV- Viren-) Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung für junge Frauen zwischen dem 9. und vollendeten 17. Lebensjahr. Eine prophylaktische Testung auf diese Viren ist auch vor- bzw. nach dem 18. Lebensjahr kein Bestandteil der gesetzlichen Krankenkassen. Jedoch können diese als Wunschleistung (IGeL-Leistung) in Anspruch genommen werden.
Interessant ist auch die Tatsache, dass die Durchseuchung der HPV Viren in Deutschland sehr hoch ist. Jedoch führt nicht jeder Virussubtyp zu einer krebsartigen Veränderung!
Auch Rauchen, chronische Infektionen, sowie die Immunschwäche HIV stellen als Kofaktoren eine nicht zu unterschätzende Quelle für das Entstehen des Gebärmutterhalskrebses (Cervixkarzinom) dar.
Als weiterführende Maßnahme kann auch eine sog. Kolposkopie (= Betrachtung des Muttermundes unter Zuhilfenahme einer lichtoptischen Lupenvergrößerung) durchgeführt werden.
-siehe unter Kolposkopie.
Die Kolposkopie, die HPV Testung, als auch die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Eierstöcke sind nicht im Rahmen der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen vorgesehen. Fragen Sie einfach beim nächsten Besuch in meiner Praxis!