Krebsnachsorge

In Deutschland wird jährlich ein aufwendiges Nachsorgeprogramm aufrecht erhalten. Auch im Rahmen des DMP stehen Ihnen mögliche qualifizierte medizinische Leistungen zur Verfügung. Wir bieten ebenfalls im Rahmen unserer Sprechstunde eine hochwertige, dem medizinischen Standard entsprechende Nachsorge an. Dies wird im sogenannten Disease Management Programm geregelt. Dieses Programm wurde für chronisch kranke Patienten etabliert. Ziel ist es, Rezidive (Wiedererkrankungen) und sogenannte Begleiterkrankungen so früh als möglich zu erkennen bzw. zu entdecken. Hierfür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Insbesondere die klinische Untersuchung, wie auch das ärztliche Gespräch (Anamnese) führen in der Regel zu ausreichenden Hinweisen. Auch konnte in mehreren großen Studien gezeigt werden, dass eine Lebensverlängerung nicht immer mit laborchemischen Untersuchungen bzw. Gerätetechnik erreicht werden kann. Es gibt Hinweise dafür, dass die Prognose nicht unbedingt von der Art des Tumors abhängt. Daher steht die symptomorientierte klinische Befragung im Vordergrund. Die meisten bösartigen Erkrankungen werden seitens der klinischen Befunde auffällig.

Unter diesem Aspekt sind auch die derzeitigen Empfehlungen der Krebsnachsorge zu verstehen.

Wir führen die qualifizierte Nachsorge laut AGO bzw. AWMF Leitlinien durch:

1. Zuerst erfolgt ein ausführliches Gespräch, welches das Allgemeinbefinden als auch das Sicherheitsbedürfnis der Patientin einschließt. Weiterhin erfolgt eine Untersuchung der Organe im Rahmen der Krebsnachsorge.

2. Apparative Untersuchung, falls notwendig (MRT, Knochenszintigraphie, ggf. Speziallabor). Routinemäßig führen wir die Bestimmung der Tumormarker nicht durch.


Für die nachfolgenden Tumorarten werden folgende Nachsorgeuntersuchungen durchgeführt:

Brustkrebs:
Untersuchung: In den ersten 3 Jahren vierteljährlich, danach 2 Jahre halbjährlich, dann jährlich
Mammographie nach Brusterhaltung: Operierte Seite 3 Jahre halbjährlich, gesunde Seite jährlich
Tumormarker nach Absprache (nicht routinemäßig)

Gebärmutterhalskrebs:
Untersuchung: 3 Jahre vierteljährlich, danach 2 Jahre halbjährlich, dann jährlich
Zur Untersuchung gehören Tastbefund, Ultraschall, ggf. Kolposkopie
Tumormarker nach Absprache

Eierstockskrebs:
Untersuchung: 2 Jahre vierteljährlich, 3 Jahre halbjährlich, dann jährlich
Zur Untersuchung gehören Tastbefund, Ultraschall, ggf. Kolposkopie, ggf. Tumormarker

Gebärmutterkrebs:
Untersuchung: 3 Jahre vierteljährlich, 2 Jahre halbjährlich, dann jährlich
Zur Untersuchung gehören Tastbefund, Ultraschall, ggf. Kolposkopie
Tumormarker nach Absprache

Allgemeine Methoden bzw. spezielle Diagnostik; hierzu gehören insbesondere Röntgenzielaufnahmen, Knochenszintigraphie, CT, Kernspintomographie, ggf. Abdomenultraschall

Für weitere Fragen oder eine ausführliche Besprechung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Auch das gesamte Praxisteam können Sie unter der Ihnen bekannten Telefonnummer 0921 / 65527 erreichen.


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